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| Unsere St. Peter und
Paul Kirche |
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Ein Tipp:
Die Fotos auf der rechten Seite sowie die dazugehörigen Detailbilder wurden uns freundlicher-weise zur Verfügung gestellt von Frank A. Nemitz, Sehestedt.
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Unsere St. Peter und Paul Kirche ist das Gotteshaus für die Gemeinden Haby, Holtsee und Sehestedt. Direkt am Nord-Ostsee-Kanal gelegen, ist es ein ganz besonderer Ort der Ruhe, Kraft und Besinnung. Wer diese Kirche betritt, spürt sofort die anheimelnde und wärmende Atmosphäre des Raumes. Dabei hat diese Kirche eine wechselvolle Geschichte, wie im folgenden beschrieben: Die Gründungszeit der Kirche ist nicht genau bekannt. Urkundlich wird sie im Jahre 1318 erstmals beschrieben, ist aber vermutlich älter. Es war zunächst ein einfacher, schlichter Feldsteinbau im romanischen Stil. Nach der Schlacht bei Sehestedt im Dezember 1813 waren schwedische Soldaten
in der Kirche einquartiert, die das Gestühl wegbrachen und verfeuerten. Der Turm der Kirche ist 18 Meter hoch. Seine Wände sind außen
bretterverschalt und haben einen Feldsteinsockel. Das achtteilige, spitze
Dach besteht aus Eichenschindeln. Auf dem Dach findet sich - weithin sichtbar
- der Wetterhahn. Die Spitze brach durch Stürme bereits zweimal ab.
Im Jahr 1983 wurde sie völlig erneuert. Die Arbeiten dazu führten Schmiedemeister Wilfried Kruse und Stellmachermeister
Heinrich Sell durch. Mit Blattgold versehen wurde der Hahn von Malermeister
Gehrke. Im Inneren der Kirche sind folgende Dinge zu finden: Die im Osten quer durch das Kirchenschiff gezögene hölzerne Altarwand fasst in der Mitte das Gemäle Christus als Heiland, von Louise Seidler, Portrait- und Historienmalerin zu Jena (Geb. 1786, gest. 1866). Beschrieben wird das Bild in dieser Weise:
Christus der Erbarmer in Wolken auf dem Regenbogen stehend, Gestiftet wurde das Bild von Frau von Ahlefeldt, geb. von Seebach aus Weimar, Gemahlin des damaligen Besitzers von Sehestedt. Vielleicht liegt es ja auch an diesem Bild, dass man sich in dieser Kirche einfach willkommen und geborgen fühlt.
An der Südwand der Kirche findet sich ein Kreuzigungsbild von 1760. Es ist gestiftet von Herrn von Gyldenfeldt aus Hohenlieth und stammt aus der ehemaligen Gutskapelle.
Am Westgiebel befindet sich die An der Nordwand wurde zum Erntedankfest 1999 die Figur Sämann aufgestellt. Gestiftet wurde diese von der seinerzeitigen Vorsitzenden des Kirchenvorstands, Renate Ahlmann, und ihrer Familie. Sie ist eine Bronzearbeit des Bildhauers Ferdinand Thomsen. Die Kronleuchter sind aus Gelbguss. Der westlich hängende ist der
ältere und das Vorbild für den anderen, der 1914 nachgebildet
wurde. Bemerkenswert ist die Bekrönung: ein Pelikan, der auf dem
Kopf des sitzenden Zeus hockt. Der Pelikan ist in symbolischen Zusammenhängen
ein Urbild der menschlichen Aufopferung, bis hin zum Selbstopfer. So liegt
es nahe, dass es im 13. Jahrhundert, dann wieder besonders vom 17.-19.
Jahrhundert als Symbol des Todes Christi aufgenommen wurde. Diese Crone hat Jürgen Friedrich Stammer der Sehestedter Kirche geschenkt, ist gestorben A. 1757 den 27. Märtz. Heute werden in der St. Pater und Paul Kirche Gottesdienste in traditioneller
und in moderner Form gefeiert. Die Kirche ist geöffnet von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr für alle, die hier innehalten möchten. In der Winterzeit schließt sie bereits gegen 17.00 Uhr.
Diese Seite stammt aus der Feder von Pastorin Getrud Schäfer vom Juli 2000 und liegt als Textauszug in der Kirche aus.
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